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Notfallmedizin
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Die Situation in Alpirsbach und Umgebung
Bei Notfällen zählt jede Minute - eine Anfahrtsdauer des Rettungswagens von 10 bis 15 Minuten
von Loßburg ("mit Signal") kann schon zu lange sein. Der Notarzt
aus Freudenstadt ist
frühestens nach 15-20 Minute vor Ort.
Die Arbeit der Helfer vor Ort geschieht
ehrenamtlich. Mittel zur Ausrüstung (Sauerstoff, Lehrgänge
usw.) werden durch den Haushalt den Ortsvereines Alpirsbach des DRK
bestritten.
Helfer vor Ort (HvO) System
Um dieser kritischen Situation zu begegnen wurde das "Helfer vor Ort"
System (HvO) auch in
Alpirsbach verwirklicht.
In der Kernstadt und auch in
den Teilorten stehen fachlich sehr gut ausgebildete Helfer oder in
einem
anderen Beruf stehende Rettungssanitäter, Rettungsassistenten,
Rettungshelfer oder
Sanitätshelfer 24 Stunden täglich, an 7 Tagen der
Woche (unentgeltlich!) zur Verfügung.
Bei einem Notfall werden diese HvO
mittels "Piepser" alarmiert und sind meist in weniger als
5 Minuten vor Ort!
Über diese Rettungsschleife oder eine zusätzliche Schleife wird
meist ein
ortsansässiger Notfallmediziner alarmiert.
Durch dieses (hoch motiviertes!) Team ist die medizinische Versorgung in Notfällen bis zum
Eintreffen des
Rettungswagens (RTW) und des Notarztzubringers aus Freudenstadt gesichert.
Von jedem Helfer vor Ort wird ein erhebliches Engagement in seiner
"Freizeit" gefordert:
Auch die psychische Belastung ist bei vielen Einsätzen sehr hoch!
Eine Auswertung zeigt, dass seit 2005 nahezu 100 Einsätze
pro Jahr geleistet werden!
werden! Im Durchschnitt
waren 2.5 Helfer vor Ort bei jedem Einsatz dabei! Einzelne Helfer waren
30
bis 48 (!) mal dabei! Über die Hälfte der Notfälle waren internistische
Einsätze, bei jedem
5. Einsatz handelte es sich um einen Verkehrsunfall. Ebenso hoch ist etwa
der Anteil der
chirurgischen Notfälle.
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Ärztliche Qualifikation für "Notarzteinsätze"
1. Fachkundenachweis
"Rettungsmedizin"
Den Fachkundenachweis "Rettungsmedizin" erhält man durch Nachweis einer mindestens
2 Jahren klinischer Erfahrung, Kurs "Rettungsmedizin" mit 80 Stunden, 20 NAW- (=Notarztwagen)
Einsätze unter Aufsicht eines zur Weiterbildung
ermächtigten Arztes.
2. Zusatzbezeichnung "Notfallmedizin"
Hierzu ist der Fachkundenachweis "Rettungsmedizin" die Voraussetzung.
Eine 2 jährige Tätigkeit
in einem Akut-Krankenhaus muss absolviert sein. Es
müssen Kurse mit 80 Unterrichtseinheiten
besucht werden und eine mindestens 6-monatige Tätigkeit auf einer Intensivstation
nachgewiesen werden. Pro Jahr
sind mindestens 50 Notarzteinsätze nachzuweisen.
Nach einer Prüfung erhält
man nach den derzeit geltenden Richtlinien dann die
Zusatzbezeichnung
"Notfallmedizin".
Nach Übergangsbestimmungen konnte bis 31.12.2003 die Zusatzbezeichnung
"Notfallmedizin"
durch Nachweis einer 12-monatigen regelmäßigen
notärztlichen Tätigkeit mit 50 Einsätzen pro
Jahr verliehen werden (unter
der Voraussetzung, dass der Fachkundenachweis Rettungsmedizin
vorlag und
dass eine 6-monatige Tätigkeit auf der Intensivmedizin
absolviert wurde.).
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3. LNA = Leitender Notarzt
Der LNA = "Leitende Notarzt" wird in
Großschadensfällen (im Fachjargon: "MANV"
= Massenanfall von Verletzten) eingesetzt.
Er koordiniert
zusammen mit dem Einsatzleiter (meist der Feuerwehr) die eingesetzten
Rettungsmittel,
den Ablauf des Einsatzes, die Nachforderung von Einsatzkräften, den Einsatz
von
Sondereinsatzgruppen, die Sichtung der Patienten, die Information der
Krankenhäuser, ggf.
den Einsatz der
Bundeswehr.
Einen 40-stündigen Kurs zur Ausbildung
zum LNA absolvierte ich am
Institut
für Notfallmedizin auf dem Gelände der
Landesfeuerwehrschule Hamburg
(mit einer Großschadensübung als Abschluss).
Im Landkreis Freudenstadt ist die
Berufung des "Leitenden Notarztes" noch nicht erfolgt.
Dies geschieht durch das
Landratsamt. Meist teilen sich mehrere Kollegen mit der
entsprechenden
Qualifikation diese Aufgabe.
Nach Einreichen aller Unterlagen erhielt
ich am 13.6.08 den Fachkundenachweis zur Eignung als "Leitender Notarzt"
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